Neue Perspektiven für Mädchen in Liberia
Dieses Programm richtet sich an junge Frauen und Mädchen, die auf der Straße leben, keine Familie mehr haben und gezwungen sind, ihren Lebensunterhalt durch Prostitution zu bestreiten.
Viele Mädchen sind durch den 14jährigen Bürgerkrieg in Liberia in eine schlimme Situation geraten. Von Rebellen oder Regierungstruppen zusammen mit ihren Familien vertrieben, haben sie während des Bürgerkrieges Zuflucht in verschiedenen Flüchtlingslagern gesucht. Nach dem Ende des Krieges wurden sie aufgefordert, wieder in ihre alte Heimat zu gehen. Nicht wissend, was sie dort erwartet, sind viele geblieben, oder haben nur einen Teil der Familie mitgenommen. So blieben auch junge Frauen und Mädchen zurück, die irgendwie versucht haben, zu überleben. Ohne Geld, ohne Schul- und Berufsausbildung blieb ihnen nichts anderes übrig, als in die Prostitution zu gehen - schutzlos ausgeliefert der Gewalt und der Gefahr, sich mit HIV/Aids und anderen Krankheiten anzustecken. An diese Mädchen und Frauen im Alter von 12 bis 20 Jahren richtet sich das Projekt.
Durch Vermittlung der Evangelisch-methodistische Kirche in Liberia können Räume in einer Schule in Kakata benutzt werden. Dort werden die Mädchen und jungen Frauen betreut und erhalten neben der psychologischen Beratung/Betreuung auch die Möglichkeit einer Schul- und Berufsausbildung. Angeboten werden folgende Fächer:
- Schulprogramme (Lesen, Schreiben, Rechnen)
- Religionsunterricht mit Bibelstudium
- Sport (Kickball)
- Kochen, Backen
- Nähen per Hand und mit Nähmaschinen
- Häkeln, Stricken
- Schreiben an Schreibmaschinen
- Computerlehrgänge
Diese Kurse helfen den Mädchen und Frauen, von der Straße in ein geregeltes Leben zu kommen und ihren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren, ohne sich selbst und ihren Körper zu gefährden.
Die EmK-Weltmission unterstützt dieses Programm
Projektnummer:4741






